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Wäscheleinen-Andacht Nr. 3

Evangelische Kirchengemeinde Altenbochum-Laer
Veröffentlicht von Christina Cremer in Andacht · 26 April 2020
Link, um die Predigt zu hören und zu sehen:
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Wäscheleinen-Andacht Nr. 3

Andacht zu 1. Petrus 2,21-25 am 26.04.2020
       
Liebe Gemeinde,
Dieser 2. Sonntag nach Ostern heißt „Misericordias Domini“ übersetzt: Barmherzigkeit Gottes. Alle Texte, die diesem Sonntag zugeordnet sind haben mit dem Hirtenmotiv zu tun. Deshalb sagt man auch: das ist der Sonntag des Guten Hirten. Schon im Alten Testament klingt das an: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. (Psalm23) Die ersten Christen haben das Bild auch auf Jesus bezogen. Jesus ist der gute Hirte, wir die Schafe seiner Herde, so sagt es auch der Predigttext.
Es ist und war das Bedürfnis zu allen Zeiten und auch heute, behütet und geborgen zu sein.
Wir leben in unruhigen Zeiten. Das Corona-Virus löst viele Ängste aus. Krankheit bedroht uns, aber auch wirtschaftliche Schäden entstehen. Wie werden wir aus dieser Krise herauskommen und wann? Welche Schäden wird es geben in unserem Land? Was wird es mit uns machen, was in den anderen Ländern passiert und in den Flüchtlingslagern? Was kommt noch auf uns zu?
Können wir darauf vertrauen, dass wir einen guten Hirten haben? Wie führt er uns durch die Krise?
Wir können auf den guten Hirten vertrauen, aber wie unser Weg aussieht und nach welchen Richtlinien wir gehen sollten, dazu hat unser Predigttext einen ungewöhnlichen Hinweis, über den ich nachdenken möchte.
Er beginnt nämlich damit, dass er uns an eine besondere Berufung erinnert.
Ihr seid berufen! Und wozu?
Jetzt wird zuerst auf den leidenden Christus als Vorbild verwiesen
Vorbilder. Wie ist das mit Vorbildern? Vorbilder für die Jugend? Vorbild in schweren Zeiten. Was macht ein Vorbild glaubwürdig? Was macht jemanden zum Vorbild? Muss er ein Held sein? Muss er erfolgreich sein?
Das Vorbild von dem der Petrusbrief spricht ist anders. Jesus ist ein Vorbild, das unseren normalen Vorstellungen und Wünschen nicht unbedingt entspricht. Jesus lässt sich schlagen statt Schläge auszuteilen. Statt Vergeltung anzudrohen, sagt er: Sie wissen nicht was sie tun. Jesus ist seinen Weg gegangen im Vertrauen auf Gott und er hat das geschafft, ohne in die Spirale von Gewalt, Unrecht und Vergeltung zu kommen. Darin ist er uns Vorbild.
Das ist keine schwarze Pädagogik. Das haben Menschen in der Atmosphäre dieses Rabbi aus Nazareth erlebt: Hier blüht Leben auf. Hier kann ich aufatmen. Hier zeigt mir jemand wie ich der Angst und dem Unrecht begegnen kann ohne mich selbst zu verlieren darin.
Es gibt vieles, worunter Menschen heute leiden:  Menschen leiden unter den Folgen der Arbeitslosigkeit. Andere haben Arbeit, aber die Arbeit belastet sie, weil ein schlechtes Betriebsklima herrscht oder weil es einfach zu viel Arbeit ist. Menschen leiden unter Einsamkeit oder unter Gebrechlichkeit und Krankheit. Leiden gibt es in dieser Welt viele. Und wenn wir die Augen öffnen sehen wir da noch ganz andere Dinge. Wir sehen Kriege und Terror und Naturkatastrophen von schlimmen Ausmaßen.
Solche äußere Not und solche Leiden belasten uns Menschen. Sie führen schnell zu Anfechtungen. Wo ist Gott? Wie sollen wir reagieren? Es entsteht Panik, Angst, Streit.
Damit die Menschen nicht in die Irre gehen und sich verlieren, sondern in der Liebe bleiben schreibt Petrus die Worte unseres Predigttextes.
Seht auf Jesus. Achtet darauf den Weg der Liebe zu finden.
Das heißt auch: Macht nicht kaputt, was euch kaputt macht. Vergeltet nicht Böses mit Bösem. Werdet nicht bitter! Vertraut auf Gott. Sucht nicht nach Schuldigen, sondern nach Lösungen.  Geht den Weg der Liebe. Denn Gott ist der gute Hirte, der uns nicht verloren gehen lässt, nicht in Corona Zeiten und nie. Das macht uns stark. Es hilft, wenn wir uns daran immer wieder gegenseitig erinnern.  Amen.
Ich möchte ein Gedicht von Eva Zeller anfügen: (Bayrisches Gesangbuch S.1063)
Was ich noch sagen wollte
Wenn ich dir
Einen Tipp geben darf
Ich meine
Ich bitte dich um alles in der Welt
Und wider besseres Wissen:
Halte dich nicht schadlos
Zieh den Kürzeren
Lass dir etwas entgehen
Pfarrerin Christina Cremer Tel.:360873


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Altenbochum-Laer
Wittener Str. 242
44803 Bochum
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